Dienstag, 25. Juli 2017

Kunst und Heimatgeschichte in Eschau: Ehemaliges Fechenbachsches Palais mit Skulpturengarten


Großer Andrang zur Führung im Skulpturengarten von Karin und Wolfgang Günther in Eschau-Sommerau.

Überrascht von dem großen Andrang zur Führung durch ihren Skulpturengarten zeigten sich Karin und Wolfgang Günther aus dem Eschauer Ortsteil Sommerau. An zwei Sonntagen im Juli beeindruckten sie die Besucher mit einem Kleinod: Ein liebevoll restauriertes Gebäude, das ehemalige Fechenbachsche Adelspalais mit einem Garten, wo Natur und Kunst eine Symbiose bilden und von einer kleinen Burg mit dem Namen Malepartus begrenzt wird.

Am vergangenen Sonntag, 23. Juli, musste Wolfgang Günther sogar eine ganze Reihe von Interessierten wieder wegschicken, weil die vorhandenen Kapazitäten sonst gesprengt worden wären. Rund 50 Besucher ließen sich von den Skulpturen beeindrucken, die Karin Günther geschaffen hatte. Roswitha Brand-Wagner, eine ehemalige Kollegin aus der Gesamtschule Babenhausen und Freundin der Künstlerin, gab eine Einführung in Karin Günthers fantasievollen Werke mit kritischem, teils ironischen Hintergrund und sagte: »In jeder Skulptur ist etwas von der Persönlichkeit enthalten«.

»Mein Mann berät mich gerne, manchmal benötige auch deine physische Kraft«, erklärte Karin Günther. Das Ehepaar belegte, dass es ein gutes Team ist, das sich in seinen Fähigkeiten ergänzt und beflügelt. Die Führungen waren in zwei Abschnitte unterteilt: Der erste mit Erläuterungen zur Kunst und der zweite über die spannende Geschichte des Hauses und über die Familie Wolfgang Günthers, der dort bis zum 12. Lebensjahr lebte und später mit der eigenen Familie wieder nach Sommerau zurückkehrte.

Wie ihre Kunstwerke entstehen zeigt Karin Günther an einem gerade begonnenen Objekt.

Karin Günther gab in ihrer Werkstatt einen kleinen Einblick in ihre Arbeit, wie ihre Skulpturen entstehen und welche Materialien sie verwendet, die sie beispielsweise mit Hasendraht stabilisiert, mit Dachdeckermörtel ausgestaltet und mit Acrylfarben bemalt. Unter der Blutbuche erzählte Wolfgang Günther über seinen Urgroßvater, den »reitenden Doktor« Richard Wehsarg, Arzt und Sanitätsrat, der 50 Jahre in dem Haus lebte, unter anderem in Hobbach ein Sanatorium betrieb und das Spessartheft herausgebracht hatte. So erlebten die Gäste einen spannenden Nachmittag, wo Kunst und Heimatgeschichte zu einer neuen Form der Kunstgeschichte wurden.

Das Ehepaar Günther bietet Führungen auch nach Vereinbarung an, Telefon: 09374-7168, E-Mail: wogue@gmx.net

Hier noch einige Bildimpressionen vom Skulpturengarten. Bitte berücksichtigen: Text und Bilder unterliegen dem Urheberrecht. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Urhebers ist die Verwendung der Fotos untersagt. Rückfragen bitte per E-Mail: post@ruthweitz.com.












Mittwoch, 19. Juli 2017

BVMW Hochschuldialog: Kooperationsmöglichkeiten von regionalen Unternehmen und der Hochschule Aschaffenburg

Vertreter aus der heimischen Wirtschaft und der Hochschule Aschaffenburg im Dialog wie hier Professor Christian Steurer bei der Erläuterung des dualen Studiums. Foto: Ruth Weitz

Die Kooperation mit der heimischen Wirtschaft ist den Professoren an der Hochschule Aschaffenburg ein wichtiges Anliegen. Das Zentrum für Wissenschaftliche Services (ZeWiS) und mainproject 2018 unter dem Dach des Industriecenters Obernburg (ICO), sind hier Leuchttürme. Es gibt noch mehr so genannte Win-win-Situationen, die auch vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) unterstützt und gefördert werden. Auf Initiative von Beatrice Brenner, BVMW-Geschäftstellenleiterin für den Raum Aschaffenburg-Miltenberg, fanden mittlerweile vier Hochschuldialoge statt.

Während bei den ersten zwei Veranstaltungen die beiden Vizepräsidenten der Hochschule, Eva-Maria Beck-Meuth und Hans-Georg Stark den Teilnehmern aus dem regionalen Mittelstand allgemeine Informationen zur Hochschule Aschaffenburg, den Studiengängen und zu möglichen Einsatzgebieten gaben, im dritten Dialog eine Führung durch das Forschungszentrum ZeWiS angeboten wurde, standen beim kürzlich stattgefundenen vierten Treffen die Erläuterung neuer Studiengänge, unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten, insbesondere das duale Studium, im Fokus. Eine Fortsetzung des Hochschuldialogs ist laut Brenner von allen Beteiligten gewünscht.

Studentische Fachkräfte gerade für kleine Unternehmen


Die 15 Teilnehmer aus dem BVMW-Unternehmernetzwerk stimmten überein, dass sie wertvolle Informationen mitgenommen haben. Einige haben schon eine Kooperation mit der Hochschule ins Auge gefasst. So Barbara Eschbach, Inhaberin von Laser-Tech in Aschaffenburg. Sie begrüßte, dass gerade kleine Betriebe die Chance erhalten, studentische Fachkräfte aufzunehmen und mit der Aschaffenburger Hochschule zusammenzuarbeiten. Johannes Faust vom gleichnamigen Brauhaus in Miltenberg hat schon von den Kooperationsangeboten partizipiert, wie er berichtete. »Sprechen Sie mit uns, wir finden Möglichkeiten«, sagte Eva-Maria Beck Meuth. Sie wies auf die Flexibilität der Hochschule hin, die sich von den starren Richtlinien einer Universität unterscheide.

Studiengang Betriebswirtschaft für KMU in Miltenberg


Neu im nächsten Wintersemester ist der Studiengang Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im neuen Campus an der staatlichen Berufsschule Miltenberg mit dem Abschluss Bachelor of Arts. Das ist gerade für Studenten in besonderen Lebenslagen interessant, die ihr Studium und das Praxissemester in der Nähe absolvieren und eine erste Weichenstellung für die berufliche Ausrichtung vornehmen wollen, wie Professorin Antje Wendler erläuterte. Start ist im Oktober dieses Jahres. Wie bei den anderen Studiengängen der Hochschule gibt es auch hier so genanntes »Blended Learning« mit Präsenztagen und Online-Lernen, wobei der Schwerpunkt auf Selbstlernphasen für die Vor- und Nachbereitung gelegt wird. 

Wirtschaftsingenieurwesen mit Bachelor- oder Master-Abschluss


Ein weiteres Novum im Herbstsemester ist das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens, eine praxisorientierte Kombination aus technischen und wirtschaftlichen Fächern, die auch im dualen Studium angeboten wird. Abgeschlossen wird es mit dem akademischen Grad »Bachelor of Engineering im Wirtschaftsingenieurwesen«, der national und international anerkannt ist und hervorragende Berufschancen bietet. 

Duales Studium auf dem Vormarsch


Beim dualen Studium, das laut Stefan Steurer in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Anstieg vorweist, ziehen sich Unternehmen ihren akademischen Nachwuchs selbst heran. Der Hochschulprofessor bezeichnete dies als magisches Dreieck, in dem die Hochschule, die Studierenden und die Unternehmen eng zusammenarbeiten. Die Teilnehmer erfuhren, dass es unterschiedliche Modelle in den einzelnen Fakultäten gibt, wo Bachelor- und Masterabschlüsse erworben werden können. Ein Anreiz für die Studenten: Sie verdienen bereits Geld und erwerben viel Praxiserfahrung.

Forschung und Wissenstransfer


Weiterhin stellte Hochschul-Vizepräsident Stark die Forschungsprojekte und den Wissenstransfer von ZeWiS vor, die mit heimischen Industrieunternehmen entwickelt werden, und Wolfgang Alm berichtete von Workshops, Vorträgen und Projekten in Zusammenarbeit mit der Hochschule und der mainsite GmbH im Rahmen von mainproject 2018. Der Schwerpunkt liegt hier auf Digitalisierung mit der Bezeichnung Industrie 4.0. Ein Wissenstransfer, der vom Europäischen Sozialfond gefördert wird. Die einzelnen Themen, die dort bearbeitet werden, fließen laut Alm in die Bachelor-Arbeiten der beteiligten Studenten ein. Zu guter Letzt berichtete Thilo Berdami über das Ausbildungszentrum am ICO, in dem die unterschiedlichsten technischen und kaufmännischen Berufe angeboten werden und von Berdami hervorgehoben, auch die Förderung sozialer Kompetenz eine große Rolle spielt. 


Weitere Informationen im Internet
über die Hochschule Aschaffenburg unter www.h-ab.de, über mainproject 2018 unter www.mainproject.eu über das ICO unter www.mainsite.de und über den BVMW www.untermain.bvmw.de

Hintergrund BVMW und Hochschuldialog



Der BVMW ist ein Interessenverband, der die unternehmerische Selbstentfaltung fördert, auf allen Ebenen mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und anderen Bereichen kooperiert. Für die Mitglieder des Mittelstandes, worunter auch kleine Unternehmen zählen, werden laut Leitbild die Aktivitäten konsequent an deren Bedürfnissen ausgerichtet. Die Geschäftsstelle für den BVMW-Kreisverband Aschaffenburg-Miltenberg wird von Beatrice-Brenner geleitet. Sie hat auch den Hochschuldialog mit der Hochschule Aschaffenburg ins Leben gerufen, um die Kooperationsmöglichkeiten für beide Seiten - Hochschule und heimische Wirtschaft – auszuloten und zu intensivieren.



Samstag, 8. Juli 2017

Kunst, Theater und mehr in der historischen Altstadt: Klingenberg am Main ist cool

In der Kirchenstraße 11 bis 13 eröffnet Jessica Hösch ihre neue Galerie »Zum alten Gefängnis«, flankiert vom Künstlerfest des Kunstraums Churfranken.

Die Eröffnung der neuen Galerie von Jessica Hösch »Zum alten Gefängnis« in der Kirchenstraße 11 in Klingenberg am 1. Juli 2017 hat mir einen Post hier auf meinem Rasenden-Reporterinnen-Blog wieder in Erinnerung gebracht. Kaum zu glauben: Es ist schon gut ein Jahr, dass ich über Frühlingsgefühle geschrieben habe. Nun habe ich echte Sommergefühle mit mediterranen Einsprengseln. Das liegt daran, dass ich immer, wenn ich nach Klingenberg (wohlgemerkt am Main) komme, irgendwie einen Hauch italienisches Ambiente spüre. Gerade dann, wenn ich in die Altstadt komme. Ich bin immer sehr beeindruckt von den Aktivitäten der Leute im Kunstraum Churfranken mit einer Vielzahl von Ausstellungen, teils musikalisch umrahmt, Lesungen und mehr. Wunderbar die Veranstaltungen »Uff de Gass«, das Altstadtfest, die Weinkulturtage, das Klingenberger Winzerfest und nicht zuletzt die Clingenburg-Festspiele hoch über der Altstadt. In meinem vorherigen Post hatte ich  bereits über die Theaterfaszination unter freiem Himmel ausführlich geschwärmt 😍 .

Ateliereröffnung »Zum alten Gefängnis« und Künstlerfest

Leider war das Künstlerfest verregnet, und die Aktion, mit den Besuchern gemeinsam ein Kunstwerk zu gestalten, fiel zwar nicht gänzlich ins Wasser, aber musste wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse verschoben werden. Aber dennoch konnte ich mit meiner Kamera einige Eindrücke einfangen, die dazu anregen sollen, einen Blick in die Ateliers des Kunstraums zu werfen und sich mit den Künstlern zu unterhalten. Sie kommen fast alle aus der Region. Selbst die Kuratorin des Löw-Hauses - Haus der Kunst - hat ihre Wurzeln in Klingenberg. Cornelia König-Becker ist die Tochter des weit über die Grenzen Klingenbergs bekannten Bildhauers Hans König und selbst eine hervorragenden Kunstkennerin und -förderin. Bei der Vernissage am 1. Juli hatte ich Gelegenheit, mich länger mit ihr zu unterhalten.

Besonders zu loben sind an dieser Stelle Bettina Lang, die engagierte, kompetente Netzwerkerin und Eventorganisatorin des Werberings und natürlich auch Bürgermeister Ralf Reichwein, der die Aktionen unterstützt und fördert. Einfach klasse!

Bürgermeister Ralf Reichwein (rechts) bei der Begrüßung.
Und hier noch weitere Impressionen von der Ateliereröffnung und vom Künstlerfest. Auf Bildunterschriften verzichte ich. Liebe Leser meines Blogs, Sie/ihr können/könnt ja mal auf der Homepage des Vereins Kunstraums Churfranken den Presseartikel nachlesen - oder besser noch: nach Klingenberg fahren und sich vor Ort alles anschauen!




























Montag, 3. Juli 2017

Faszination, Spaß und Kulturgenuss unter freiem Himmel: Die Clingenburg-Festspiele


»Luja sog i« - Ein Münchner im Himmel und in der Hölle, ein bayerisches Volksstück nach Alfons Schweiggert, wurde von Intendant Marcel Krohn ideenreich inszeniert und macht Schauspielern und Zuschauern gleichermaßen Spaß.

In diesem Jahr kam ich seit langer Zeit wieder einmal in den Genuss, über Veranstaltungen auf der Clingenburg zu berichten und auch als Gast die Stücke auf der Freilichtbühne zu verfolgen. Zur feierlichen Eröffnung der Clingenburg-Festspiele im Rosengarten hatte ich frühzeitig meinen Hut in den Ring geworfen, damit mir der Termin nicht von Kollegen weggeschnappt wird. Der Run auf Kultur-Termine ist groß, während die Berichte über Gemeinderats- oder Stadtratssitzungen auf der Beliebtheitsskala ganz unten angesiedelt sind.

Das Ensemble mit Marcel Krohn (rechts) bei der feierlichen Eröffnung der Clingenburg-Festspiele im Rosengarten der Rotweinstadt.
Nunja, so durfte ich fürs Main-Echo nicht nur über die Eröffnung berichten, sondern auch das Kinderstück »Aladin« rezensieren. Das ist dann am Ende des Posts zu lesen.

Zu der Aufführung des Musicals Cabaret wurde ich von einer Freundin eingeladen. Diese Inszenierung hat einen bitteren Beigeschmack hinterlassen, weil die Parallelen zur Gegenwart mit den Parolen und der Vorgehensweise der AFD unverkennbar sind. Insgesamt hat mir »Cabaret« sehr gut gefallen, wenngleich Mariyama Bowles etwas zu brav in der Rolle der Sally Bowles wirkt. Das hat nichts mit ihren schauspielerischen oder gesanglichen Fähigkeiten zu tun, sondern einfach mit ihrem Aussehen. Hübsch und sympathisch, aber kein bisschen verrucht. Besonders gut gefallen haben mir Claus Wilcke als Herr Schulz und Franziska Krumwiede als Fräulein Schneider, die sehr überzeugend spielten und in ihrer Rolle bravourös aufgingen. Große Klasse war auch Werner Wulz als Conférencier mit klimpernden Augenwimpern, halbseidenen Bemerkungen und lasziven Bewegungen. Einfach großartig! Von dieser Aufführung kann ich allerdings keine Fotos liefern, da ich mich nicht traute, meine Kamera zu zücken. Sicher sind hier einige Eindrücke auf der Facebook-Seite der Clingenburg-Festspiele zu erheischen.

Ein Münchner im Himmel - Einfach wunderbar!

Günther Brenner brilliert in der Rolle des Alois.
Nun aber zum Münchner im Himmel und in der Hölle. Hier durfte ich dankenswerter Weise auf zwei Pressekarten zurückgreifen, die mir vom Verein zur Verfügung gestellt wurden. Eigentlich wollte ich meine zuweilen bessere Hälfte mitnehmen, aber daraus wurde nix, deshalb kam meine Tochter mit. Wir hatten sehr großes Glück mit dem Wetter. Es hat zu Beginn nur einige Tropfen geregnet, dann war alles gut. Wir hatten Decken mitgenommen, um uns einzumümmeln, so dass wir nicht frieren mussten.

Wir haben uns köstlich amüsiert und nebenbei die Botschaft mitgenommen, dass der Mensch eigentlich nicht zum Arbeiten geboren ist, sonst wäre er ja nicht so schnell müde 😂. Zumindest hat dies Alois zu Beginn des Stückes gesagt, als er im Hofbräuhaus saß und keinen Bock hatte, sich als Dienstmann zu verdingen. Übrigens ist Günther Brenner in dieser Rolle brillant und scheut sich nicht die Bohne, seine Hüllen bis auf Unterhose und Hemd fallen zu lassen, um in die Engels-, beziehungsweise Teufelskluft zu steigen. Total professionell!
Die Moral von der Geschichte ist eigentlich jedem bekannt. Vom lieben Gott hat Alois einen weißen Umschlag mit göttlichen Ratschlägen für die bayerische Staatsregierung mitbekommen, von der unterirdischen Fraktion einen Umschlag mit Ratschlägen für die Opposition. Wie's ausgegangen ist, wird an dieser Stelle nicht verraten. Aber nachfolgend gibt's Fotos, die einen Eindruck von der Aufführung vermitteln.

Mein Rat: Karten kaufen und hingehen! Karten gibt es auch online.

Kellnerin Kathi (Ramona Schmid) und Ehefrau Zensi (Franziska Krumwiede) bemühen sich um Erste Hilfe beim komatösen Alois.

Der Boandlkramer (der Tod), dargestellt von Werner Wulz, sinniert, ob er Alois von einem Engel abholen lassen soll.

Alois bei der unterirdischen Fraktion (Maik Eckhardt).
Erzengel Michael ( Susannen Anders, rechts) ist bereit, Alois ins Paradies mitzunehmen.
Nervige Dauerbespaßung in der Hölle mit Disco-Musik am Vormittag und volkstümlicher Hitparade von Mittag bis Abend.
Petrus (Konrad Adams) hat große Mühe, Alois vom Singen und Frohlocken zu überzeugen.
Rauschendes Finale mit stehenden Ovationen des Publikums.

Bitte beachten: Alle Fotos und auch Texte unterliegen dem Urheberrecht. Also nicht einfach herunterladen, sondern vorher fragen. Sonst kann es teuer werden!

Und hier einige Bildimpressionen und der Link zum Main-Echo-Artikel über Aladin:

Günther Brenner als Sultan, Sandra Leitner als Prinzessin Jasmin und Larius Phoulivong als Aladin.


Das Spiel beginnt.

Turbulente Szenerie: Bunt und voller Dynamik.



Freitag, 2. Juni 2017

Ein Musikprojekt von Jugendlichen für Jugendliche: Die Produktion eines professionellen Video-Clips

Ein professionelles Musikvideo, das soll im August mit Jugendlichen aus der Region und dem Rapper Dennis NXC unter professioneller Anleitung von Nicole Kolb erstellt werden. 

Als mir Nicole Kolb vor einigen Wochen erzählte, was sie bei den Ferienspielen in der Rotweinstadt Klingenberg anbieten will, war ich begeistert von der Idee, ein Musik-Video zu drehen und traf mich mit ihr und dem Rapper Dennis NXC im Bistro des Erlenbacher Kinos Passage, um Näheres zu erfahren. Nachfolgend meine Zusammenfassung.

Jugendliche von 14 bis 19 Jahren, die gerne mitmachen wollen, können sich schon jetzt anmelden:
Nicole Kolb, Telefon 09372/1207630, Mobil: 0157/85797887 (auch WhatsApp), E-Mail: trpkolb@aol.com.


Nicole Kolb und Dennis Nac beraten die weiteren Schritte des Jugendprojekts.


Ein ambitioniertes Projekt wird geboren


»Für Kinder gibt’s viele Angebote bei den Ferienspielen, aber für Jugendliche kaum«, sagt Nicole Kolb, ehrenamtlich tätige Jugendbeauftragte der Stadt Klingenberg und ambitionierte Musikerin. Dieser Gedanke und die Anregung ihres 16-jährigen Sohnes brachte sie dazu, ein spezielles Musik-Projekt für Jugendliche anzubieten: Ein professionelles Video im Rapper-Genre mit Musik, Tanz, Gesang in hipper Umgebung zu gestalten.

Die Röllfelderin erzählt, sie ist eigentlich mehr zufällig als bewusst mit Musik in Berührung gekommen und hat seitdem Feuer gefangen. Mit »Das Omen« als Sängerin der Gruppe Mysterious Art landete sie Ende der 1980er Jahre einen Nummer-Eins-Hit in den deutschen Charts. Damals hieß sie noch Nicole Boeuf. Sie ist seit rund 20 Jahren mit Thomas Kolb verheiratet, übrigens auch in Sachen Musik unterwegs. Mit ihm und den beiden Kindern lebt sie im Klingenberger Stadtteil Röllfeld, wo sie seit 2008 eine Musikschule betreibt und hier den Schwerpunkt auf die musikalische Früherziehung setzt. Im örtlichen Turnverein wurde Nicole Kolb die Jugendvertretung übertragen. Ihr liegt am Herzen, Jugendliche in ihren Träumen und Belangen zu unterstützen und sagt: »Gerne nutze ich meine Kontakte in der Musikbranche, um sie so weiter zu bringen«. Sie erzählt, dass sie Bürgermeister Ralf Reichwein für ihr Vorhaben gewinnen konnte und die Stadt Klingenberg einen Etat dafür zur Verfügung stellt.



Persönliches über Nicole Kolb
Nicole Kolb gründete 1988 ihre erste Band, mit der sie eigene Songs spielte und erhielt auch ihren ersten Schallplattenvertrag. Es folgte der Nummer-Eins-Hit mit Mysterious Art: »Das Omen«. 1990 absolvierte sie bei der Stage and Musical Scool in Frankfurt eine fundierte Musicalausbildung. Zwei Jahre war sie in Brasilien, um Jazztanz und Stepptanz im Balleteatro Monica Minelli zu lernen. Im Jahr 2008 gründete sie in Röllfeld ihre Musikschule für Kinder. Sie gibt außerdem Kurse für Erwachsene und arbeitet mit anderen Musikern und Musiklehrern zusammen. Weiterhin tritt sie als Sängerin mit verschiedenen Bands auf. Für ihre Tätigkeit im Röllfelder Turnverein hat sie einen Übungsleiterschein erworben und eine Ausbildung für die Präventionsarbeit mit auffälligen Kindern (ADS und ADHS, körperliche Fehlstellungen, Essstörungen... etc.) abgeschlossen.

Die Begeisterung trägt Früchte


Die Idee für den Video-Dreh schlummert bereits seit langem in ihr. Durch ihren Sohn lernte sie den 18-jährigen Rapper Dennis Nac (Klingenberg) kennen und fand mit ihm einen begeisterten Mitstreiter. Er nennt sich mittlerweile Dennis NXC, drückt mit dem Künstlernamen seine Profession als Musiker aus. Seit seinem 13. Lebensjahr ist er ein leidenschaftlicher Rapper. Für den Video-Clip hat er schon einen Liedtext verfasst, dessen Inhalt sich darum dreht, sich ein Ziel zu setzen, Träume zu verwirklichen und nicht aufzugeben. Er selbst lebt das, worum es sich in dem Lied handelt, denn er arbeitet hart an der Musikkarriere. »Da bin ich nämlich extrem verbissen, bloß mach ich mir keinen Druck, erfolgreich zu sein. Ich hab’ die Einstellung, es kommt alles zum richtigen Zeitpunkt«, sagt er. Er will zudem »total authentisch sein« und sich nichts aufstülpen lassen.


Persönliches über Dennis Nac
Vor 18 Jahren wurde Dennis Nac in Erlenbach am Main geboren. Er ist in Klingenberg aufgewachsen und hat seine Schulzeit mit dem Mittlere-Reife-Abschluss beendet. Seit einem Jahr wohnt er in Erlenbach. Er rappt und schreibt Texte seit seinem 13. Lebensjahr. Mit zwei anderen Rappern, beides Freunde, arbeitet er in einem gemeinsamen Studio, um eigene Songs zu produzieren. Dennis Nac bearbeitet unter anderem die Vocals-Spuren selbst. Großen Wert legt er auf die Authentizität in der Musik und nimmt die musikalische Inspiration von »überall« auf, auch aus dem ganz alltäglich Geschehen.
Foto: Thomas Hofmann/79iger.de




Profis unterstützen bei Film- und Tonaufnahmen


Für beide, sowohl für Nicole Kolb als auch für Dennis Nac ist das Projekt eine spannende Angelegenheit. Sie verstehen sich prima. Im Tonstudio von Frank Metzner in Krombach werden die Beats aufgenommen, Alexander Wirsing aus Rodenbach wird die Filmaufnahmen machen. Beide sind Profis, die Nicole Kolb schon lange kennt. Zurzeit wird schon an dem Gerüst für den Clip gearbeitet, der knapp fünf Minuten dauern soll. Schon jetzt können sich Jugendliche von 14 bis maximal 19 Jahren melden, wenn sie sich an dem Projekt beteiligen wollen: als Statisten, Tänzer, Sänger, Drehbuchschreiber, Ideengeber und Helfer im Hintergrund. Jedes Mädchen und jeder Junge darf seine unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen. In einem Casting wird dann geklärt, wo die Stärken sitzen, die in das Gesamtprojekt einfließen können. Den ganzen August über wird dann gedreht und an dem Video gefeilt. Dieter Lebert vom Kino Passage in Erlenbach hat bereits zugesagt, den Video-Clip mit Show-Acts im Kino zu präsentieren.
Das Casting findet am Montag, 31. Juli, ab 17 Uhr in der Hemmelrath-Halle in Klingenberg-Röllfeld statt.




Gerne halte ich euch auf dem Laufenden, wie das Projekt weitergeht und vor allem, wann das Video mit Rahmenprogramm im Kino gezeigt wird.

Es geht los! Hier mehr dazu



<